Sonntag, 25. November 2007

Nebenstimmung und Datenblabla

Servus miteinander!

Nach inzwischen vier selbstentwickelten S/W Filmen muss ich sagen: Es ist viel einfacher, als ich mir es vorgestellt habe, und gleichzeitig durch die sich mir jetzt neu eröffneten Möglichkeiten viel schwieriger. Ich muss mit dem Intrument "Entwicklung" jetzt umgehen lernen, Erfahrung sammeln und eigene Gewohnheiten herausbilden. Wie bei jedem anderen Instrument auch. Dennoch waren auf den ersten Filmen schon ein paar Bilder drauf, mit denen ich zufrieden war. Das folgende ist bei einer Dienstreise entstanden, bei der auf dem Schlosshotel Pommersfelden getagt wurde. Der Nebel hat eine wunderbare Lichtstimmung erzeugt:



Ach, und wie schön ist das jetzt, auch noch mehr Zusatzinformation liefern zu können (wie bei Digitalkameras die Exif-Daten ;-) Kamera war eine Minolta XD-5, Objektiv Minolta MD 50mm 1,7 bei irgendwas um Blende 8-11 herum, Film ein Neopan 400, belichtet auf ISO 800 und entwickelt in Rodinal 1:50, 18 Grad und 14,30 min mit Kippentwicklung. Heissa. So viel umwichtiges Bla Bla. Werde ich mir in Zukunft wieder sparen, aber einmal musste es sein.

Servus,
Markus

Sonntag, 18. November 2007

Erschöpfendendes Tanzen und der ganz nahe Osten

Servus miteinander!

Wann ist eine Diskonacht hervorragend? Ich habe meine bisherige Definition überarbeitet:

Bisher: Man(n) geht in die Disko, hat mit 3-4 Bier gut vorgeglüht, trinkt noch ein teures Bier, fängt an zu tanzen, tanzt den Abend mit ein paar Pausen (in denen man wiederum Bier trinkt) weiter, wenn man selber merkt, das es langsamt zuviel wird (und der Morgen naht) nimmt man sich ein Taxi. Wenn man am nächsten Tag die ach-so-vielen und ich-hab'-nicht-mehr-mitgezählt Bier nicht bereut, war die Party toll.

Inzwischen: Man(n) geht in die Disko, hat mit 3-4 Bier gut vorgeglüht, trinkt noch ein teures Bier, fängt an zu tanzen, tanzt den Abend durch, und weil die Beine den Körper nicht mehr halten ist man nach zwei Stunden gezwungen eine Pause einzulegen, der Flüssigkeitshaushalt wird mit Cola aufgefüllt, weil die Musik kein Bier zum lockermachen nötig hat, und wenn man merkt, dass die Beine einen gar nicht mehr tragen und man zur Musik nur noch unkotrolliert schwankt nimmt man sich ein Taxi, weil der Heimweg zu Fuss nicht mehr schaffbar wäre. Da man am nächsten Tag topfit ist, weil man nüchtern zu Bett gegangen ist war die Party hervorragend.

Nun, was für eine Musik schafft sowas? Gestern Abend, E-Werk Erlangen, DJ Shantel, Bucovina Club. Rumänien, Bulgarien, Türkei, Jamaika. Wahnsinn. Jederzeit wieder. Lässt einen für ein paar Stunden - solange es die Füsse mitmachen - die restliche Welt vergessen.

Servus,
Markus

Mittwoch, 7. November 2007

Heimspiele, Zimt, kein Licht und verhunzte Filme...

Servus miteinander!

Am letzten Mittwoch, dem Tag vor Allerheiligen, in Neudeutsch "Halloween" genannt, hat eine kleine Gruppe von Menschen beschlossen, sich der allgemeinen Grusel- und Knochenstimmung nicht anzuschliessen und in gemütlicher Atmosphäre guter, handgemachter Musik zu lauschen. Das ganze nennt sich dann "Heimspiel" und ist eine Versanstalltung mehrerer Erlanger Musiker, zumeist im Bereich Singer/Songwriter angesiedelt. Da ich inzwischen ja auch ein halber Erlanger bin (mit dem Herzen aber noch Bayer), und hier langsam auch musikalisch Wurzeln schlage, bin ich zu der Veranstaltung denn auch hin - man will ja Leute kennenlernen, und überhaupt war das ganze im Kaffee Lorleberg, was gutes Bier und guten Kaffee verheisst. Ach, da steh ich nun mit meiner alten X-500, drei Objektiven in einer gesteckt vollen Kneipe, überlege wie ich die Wechslerei den diesesmal mache (es war wirklich gesteckt voll, auf den Tischen war schon gar kein Platz die Objektive abzustellen, überall wimmelte es von Biergläsern und Aschenbechern), da sagt einer der Verantwortlichen zur Wirtin: "Dimm doch mal die Lichter, es ist noch zu hell". Die Wirtin tat dies denn auch, und für mich war es wieder ein Abend voller "No-Light" Photographie, erhellt durch eine Lampe hinter den Musikern und ein paar (rote!) Leuchtbänder, die sich auch noch um massenhaft im Weg stehende Mikroständer geschlängelt haben, direkt davor die Leute und überhaupt: War ein toller Abend. Nur halt ohne Licht. Egal. Machen wir das beste draus:



Was mir an diesem Abend dann wirklich gefallen hat, war der Einsatz des 85ers. Ach, da kommt man so schön na ran. Es haben sich unter die zumeist männlichen Herrschaften (ein wenig über meinem Alter, man war schon gesetzt. Typisches Singer/Songwriter/Folk Publikum halt: Eine Gaussglocke mit Standartabweichung 5 Jahre bei 35 ansetzen ;-) auch zwei Sängerinnen gemischt. Eine davon wurde begleitet von einem wunderbaren Konzertgitarristen, konnte also stehen und stellte sich damit auch ein wenig besser ins Licht (besser heisst nicht gut). Aber es geht ja nicht um Licht, sondern um eine tolle Stimme, und die hatte sie - strahlender Soul, leichte Jazzanleihen, aber immer mit viel Ausdruck:



Aber ach, auch von ein wenig weiter weg, so "normal" bleibt halt immer noch die geniale Musik. Dieser Herr konnte mich (und die anderen) wirklich begeistern. Die Homepage seiner Combo findet sich unter http://www.salesmen.de Mit Musik. Absolut hörenswert!



Ich könnte noch so viel schreiben, aber irgendwann muss Schluss sein. Die komplette Serie, mit den ganzen Eindrücken und viel mehr Musik, Emotionen, Gesang, Sängern und -innen, garniert mit ganz wenig Licht findet sich unter

http://www.bingo-ev.de/~mm3055/heimspiel.rar

Ach, einen gib' ich noch zum besten. Das ist der Point, bei dem ich in Zukunft in der Band "Zimt" die Leadgitarre, das Akkordeon, Fender Rodhes und Backgroundgesang bediene:



Und als Abschluss bleibt zu sagen: Der erste Film war von Fachlabor total verhaut worden. Unterentwickelt, Löcher in der Emulsion und festgebackene Fusseln drauf. Die Folge: 3h Arbeit am Computer, um die Staubkörner zu entfernen und weisse Flecken zu füllen. Stimmungsvolle, aber sehr dunkle Bilder (der zweite Film war vollkommen i.O. - ich habe meine Arbeitsweise nicht zwischen den Filmen gewechselt). Eine weitere Folge: Ein Entwicklungstank und eine Flasche Rodinal, Fixierer und Netzmittel sind zu mir unterwegs. Ich werde mich an der Selbstentwicklung versuchen. Jo. Jetzt reichts mit fremdverhunzten Filmen. In Zukunft bin ich selber schuld.

Servus miteinander,
Markus